• Erstes Pop-Up-Restaurant für Nudisten geplant

    Nudisten, Nackte, Natur
    Naked and Pure - so heißt die Devise. Mit dem einfachen Konzept der Natürlichkeit wirbt "The Bunyadi" im Herzen Londons schon jetzt um Kundschaft. Das Restaurant soll ab Juni für eine begrenzte Zeitdauer von drei Monaten öffnen. Das Interesse daran ist so groß, dass sich bereits Tausende auf der Warteliste vormerken ließen. Einen Platz allerdings bekommen letztendlich diejenigen, die am schnellsten Tickets kaufen, sobald der Verkauf startet. Wann das sein soll, erfahren die Interessenten per E-Mail.

    Der Macher hinter dieser verrückten Idee ist Seb Lyall, der für sehr innovative Speisekonzepte bekannt ist. Mit dem jetzigen setzt er auf "totale Natürlichkeit". Für die lukullischen Genüsse sollen nur selbst angebaute Lebensmittel verwendet werden. Das Prinzip heißt auch hier, so natürlich wie möglich. "Wir glauben, wir sollten den Menschen eine Chance bieten, auszugehen, ohne irgendwelche störenden Fremdeinflüsse: ohne Chemie, ohne Farbstoffe, ohne Elektrizität, ohne Gas, ohne Telefon und sogar ohne Klamotten, wer mag. Die Idee dahinter ist, sich wahrlich befreit zu fühlen", sagt Gründer Seb Lyall. Das besagt auch das Motto des Restaurants: "free from the trappings of modern life" – "sich vom Drumherum des modernen Lebens zu befreien".

    Das Restaurant bietet 42 Gästen Platz, jedoch der Etikette folgend getrennt nach nackt und bekleidet. Auf alle Fälle stehen für den Bedarfsfall Umkleidekabinen zur Verfügung, in denen die Kleidung abgelegt werden kann. Es soll die Option geben, danach in bequeme Bademäntel zu schlüpfen. Weil Alkohol die Hemmschwelle senkt, ist in der Bar hingegen Kleidung Pflicht.

    Auf der Karte stehen über Holz gegrillte Gerichte, die in selbstgemachtem Tongeschirr serviert werden. Auch wird das Besteck essbar sein. Unter einem Baldachin aus Kerzen werden die Gäste an Möbeln aus selbst geschlagenem Holz speisen. Die Tische sollen außerdem mithilfe von Abtrennungen aus Bambus und Korb für eine ganz natürliche und private Atmosphäre sorgen.

    Es ist ein Traum für einen Chef, schwärmt Lyall, denn normale Restaurants würden ihn langweilen. Er und sein Team haben die kleinsten Details bedacht wie sichere Bekleidung für das Küchenpersonal und die minimalistische, hygienischen Zwecken folgende Bekleidung für die Bedienung. Natürlichkeit ja, Voyeurismus nein. Fotografieren wird ebenso untersagt sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird freundlich aus dem Restaurant komplimentiert.

    Weitere Links:
    Londoner Restaurant
    Bildnachweis: Martin Schemm / pixelio.de