• Advent - Zeit für Besinnlichkeit, Vorfreude und Einladungen

    Advent, Adventskranz
    Alle Jahre wieder - sobald die Ernte eingefahren und die Gräber eingedeckt sind, das Laub von den Bäumen fällt, uns Nebel, Nieselregen und Dunkelheit durch den Tag begleiten, da kommt es auf: das Bedürfnis sich zurückzuziehen, sich ein behagliches Nest einzurichten, im Haus zu werkeln und bei sich selbst anzukommen. Es beginnt die Zeit des Advents.

    Der Advent und seine Botschaft

    Der Name stammt aus dem Lateinischen "adventus", was so viel wie Ankunft heißt. Mit dem ersten Advent beginnt das Kirchenjahr, eine festlich beginnende Zeit der Vorbereitung und Erwartung der Ankunft Christi in der Welt. Dabei ist es egal, ob Menschen dem christlichen Glauben anhängen oder nicht, die Vorweihnachtszeit berührt die Menschen auf magische Art und Weise. Die Botschaft des Advents lautet: Teilen und Teilhabe, Menschlichkeit und Wertschätzung. Mit einem Wort: Nächstenliebe. Bei uns in Deutschland ist Weihnachten eines der wichtigsten Feste des Jahres, bei dem die ganze Familie zusammenkommt. Religionen drücken ihre Kerngedanken und Botschaften durch Symbole aus und offenbaren das Bekenntnis zu einem Glauben. Zelebrieren Sie den Advent und betrachten Sie die vorweihnachtliche Dekoration im Bewusstsein ihres eigentlichen Ursprungs:

    Den zentralen Punkt jeder Adventsfeier bildet das Licht, egal ob Kaminfeuer, Duftkerzen, Teelichte oder die flackernden Kerzen auf dem Adventskranz. Das Licht einer Kerze stellt die "gebändigte" Form des Feuers dar und fand in vielen Religionen und heidnischen Kulten Eingang. Auch beim Adventskranz, der in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert bekannt ist, ist Licht das zentrale Thema. Jenseits aller Konfessionen bürgerte sich der Adventskranz mit den vier Kerzen ein und versinnbildlicht "das Licht, das in der Finsternis leuchtet".

    Zum ältesten Symbol für die Ankunft Christi gehört der Stern, der den drei Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Geburtsstätte Christi weist. Ein besonders kapitales Exemplar ist der in Mitteldeutschland verwurzelte Herrnhuter Stern. Heute leuchtet dieser Stern nicht nur in Kirchen, sondern auch in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern, in den Eingangszonen gastronomischer Betriebe und gutbürgerlichen Stuben.

    Als christliche Symbolfarben von Advent und Weihnachten gelten unbestritten die Farben Grün und Rot. Grün symbolisiert seit Menschengedenken Hoffnung und Leben. Rot ist nicht nur das Symbol der Liebe, sondern auch der Hoffnung und der Freude, denn sie verweisen auf das Blut und den Tod Jesu und somit auf die Gnade der Wiederauferstehung. Insofern ist Advent ohne Tannengrün und Tannenzweige undenkbar. Die Tanne gilt als Baum des Lebens, des Lichts und der Wiedergeburt und steht seit Jahrhunderten zu Weihnachten in allen Stuben. Beliebte Pflanzen der Advents- und Weihnachtszeit sind Christrosen, Amaryllis und die in vielen Farben erhältlichen Weihnachtssterne. Die herrlich weißen Blüten der Christrosen und weißen Beeren der bizarr geformten Mistelzweige symbolisierten das Licht und somit das Ende der dunklen Zeit. Beide Pflanzen werden darum bis heute als Glücksbringer angesehen.

    Bildnachweis: Nadine Krauß / pixelio.de