• Top 10 Strategien für Gastronomen (in) der Zukunft

    Strategien
    Noch schreiben wir das Jahr 2013. Die Welt befindet sich im Wandel. Tiefgreifende Prozesse in der Wirtschaft und Politik verändern unser Leben und unsere Perspektiven. Jeder spürt die völlige Schieflage in einem System, in dem die einen nie genug und die anderen von allem zu wenig haben. Es geht längst nicht mehr um Luxus, Reisen und teure Hobbies, opulente Feiern und ausschweifende Gelage, sondern um das Leben und Überleben. Der Lebensstandard sinkt. Restaurantbesuche sind nicht mehr für jeden selbstverständlich und der Strom zum Kochen einer heißen Suppe für einen Teil der Gesellschaft nicht mehr bezahlbar.

    Armut und Reichtum in Zahlen
    Die Schere zwischen Arm und Reich wächst unaufhaltsam. In Deutschland steigt die Zahl der Bedürftigen immens. Die Nachfrage bei den Tafeln hat Hochkonjunktur. Was einst vor zwanzig Jahren mit einer Idee begann, nämlich Obdachlose zu versorgen, hat sich mittlerweile in ganz Deutschland ausgebreitet. Mittlerweile bewirtschaften 50.000 ehrenamtliche Helfer 900 Tafeln. Unterstützung vom Staat bekommen sie dafür nicht. Die Presse klärt uns darüber auf, dass die deutschen Haushalte über weniger Vermögen verfügen als die südeuropäischen. Der vierte Armutsbericht besitzt trotz geschönter Zahlen und wohlwollender Umformulierungen von Tatsachen soziale Sprengkraft. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt die Gefährdungsschwelle in Armut abzugleiten bei 952 Euro. Der Anteil an der Bevölkerung wird in Deutschland mit ca. 16 Prozent beziffert.

    Von dieser wachsenden Not ist nicht nur Deutschland betroffen, sondern auch Europa, Amerika und viele andere Staaten der Welt. Einer Studie der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften zufolge haben 43 Millionen Menschen in Europa nicht die Möglichkeit, sich aus eigenen Mitteln mit Essen zu versorgen, 120 Millionen Menschen sind armutsgefährdet. Damit ist Europa seit sechs Jahrzehnten mit der schlimmsten humanitären Krise konfrontiert. Im fernen Amerika sind mehr als 46 Millionen Menschen auf Essensmarken angewiesen.

    Andererseits werden die Reichen immer reicher, die Zahl der Millionäre steigt auch in Deutschland, sogar erstmals über eine Million. Für diesen Zuwachs hat die positive Entwicklung vor allem am Aktienmarkt gesorgt. Das Gesamtvermögen der Haushalte hat sich von 2007 bis 2012 um weitere 1,4 Billionen Euro erhöht. Die Verteilung des Vermögens ist jedenfalls sehr ungleich verteilt, auch wenn diese Formulierung im letzten Armuts- und Reichtumsbericht von 2013 explizit so nicht angesprochen wurde. Mit dieser Geste wollte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, das Gerechtigkeitsempfinden der Deutschen nicht noch verletzen.

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